Donnerstag, 8. Juni 2017

Vergeben

Hallo ihr Lieben
wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, bin ich mitten in einer Lernaufgabe, diese nun Vergebung heißt.
Ich fragte mich ständig Wem ich hier vergeben soll, muss, kann. Nur mir oder auch dem Gegenpart?
Es ist nicht einfach einen anderen Menschen zu vergeben, der so böswillig mit Einem umgeht.
Aber die Weide sagte mit neulich als ich sie fragte ob es nur darum ginge mir selbst zu vergeben

" Die Vergebung ist etwas das dem Einen die Andere Hand reicht. Es gehört zusammen, auch wenn die Hauptaufgabe darin besteht Dir zu vergeben. Aber der Gegenpart ist ein Teil von Dir, von der Situation die Vergebung braucht"

Hier half mir ein Satz, den meine Seelenmutter einmal schrieb... ich zitiere:
"Ich verzeihe dir, was du mir angetan hast und ich verzeihe mir, dass ich es zugelassen habe.
Ich verzeihe mir, was ich dir angetan habe und ich verzeihe dir, dass du es zugelassen hast.!

Normalerweise hab ich nie Probleme gehabt jemanden zu vergeben. Aber diesmal war die Sachlage eine völlig Andere, die so tiefgründig hinein ging und sehr schwer verletzte.
Diese Verletzungen sind immer noch Wunden, wenn zwar nicht mehr offen, aber noch nicht vernarbt, also immer noch akut.
Vorallem spüre ich hier die Bannung in meinem Herzchakra. Da kann man noch so oft täglich sein Chakren reinigen, es hilft doch nur für sehr kurze Zeit.

Also wurde mir gesagt, dass ich nicht daran vorbei kommen werde, an dem Thema Vergebung.

Aber was ist denn Vergebung???
Es gibt ja den schönen Satz: "Vergeben - vergessen"
Ich finde das geht so einfach nicht. Wie soll man etwas vergessen, bloß weil man es los gelassen, hinter sich gelassen hat? Man wird immer wieder an alte Verletzungen erinnert und unweigerlich auch, von Wem diese stammen.

Wo anders heißt es, dass gerade bei so bösartigen Situationen Vergebung- Vergeltung heißt.Warum jemanden vergeben, der Einem nachweislich Kraft raubt und dazu immer wieder angreift?
Auge um Auge, Zahn um Zahn, Vergelte Schläge mit Schlägen, Verachtung mit Verachtung, Verurteilung mit Verurteilung, mit Zins und Zinseszins.

Aber so bin ich nicht, nicht hier als Mensch. Ich sehe immer klar meine Aufgaben vor mir, weiß wer ich bin und was zu tun ist. Warum sollte ich mich auf dieses Niveau begeben, wegen so etwas hasserfüllten wie Genugtuung? Hass ist keine Lösung.
"Vergebung heißt zu Lieben"
Genau so sehe ich das!
Nein ich bin nicht mehr der Typ der absoluten Licht und Liebe Fraktion, dafür hab ich mich zu weit entwickelt und erlebt. Aber ich weiß was es bedeutet zu lieben... wisst Ihr wie ich das meine? Das ist schwer zu erklären.
Ich bin halt einfach Luke Skywalker 😁

Ich habe all meine Wut über die Situation hinausgeschriene, hab es mir regelrecht von der Seele gebrüllt. Wenn man sich von der Wut erstmal befreien konnte, wird es merklich leichter ums Herz und man kann anfangen genauers hinzusehen, zu verstehen beginnen  und somit verzeihen.

Aber ich selbst muss mir ja auch noch vergeben, denn es sind immer zwei Seiten da und alles muss ins Gleichgewicht zurück .
Meiner Meinung nach gibt es Gefühlsmuster die Einen eine lange Zeit begleiten, aus dem Grund das man sich selbst nicht vergeben hat. Es bedeutet nicht das man das was war vergisst, sondern eher das man sich eingesteht, das man in der Situation zudem Zeitpunkt nicht anders handeln konnte und sich das vergibt. So kann man ein energetisches Ungleichgewicht in sich ausgleichen.

Manchmal hab ich das Gefühl, dass genau DAS der schwerste Part ist.
Vorallem zu verstehen Warum man Wie in der Situation gehandelt hat, warum man sich weiterhin treten lassen hat. Was es mit Einem gemacht hat.
Was ich weiß ist, dass ich gewaltig an mir gewachsen bin als es eskalierte. Ich bin für mich eingestanden, habe für mich gekämpft und nicht wie sonst den Rückzieher gemacht damit alle wieder ihren Frieden haben.
Ich muss wieder das Positive daran erkennen, was ich daraus gelernt habe .
Und ja verdammt- genau das tue ich. So schlimm all Das war und noch ist, es hat viele positive Aspekte gebracht. Und genau das macht ja unter anderem eine schwere Lernaufgabe aus.

 "Vergeben heißt den Staub und die Spinnweben
der Vergangenheit zu lösen und Platz für Neues zu machen"

Ja ich vergebe mir. Und das ist keineswegs egoistisch, wie nun vielleicht manche meinen könnten.
Vergeben ist schwer, vorallem sich selbst. Es ist noch ein Weg vor mir, um mir vollständig zu vergeben. Und ich denke hier ruft mich ein Vergebungsritual. 
Hiermit werde ich mich noch in der nächsten Zeit beschäftigen um dann in den letzten Teil der Aufgabe übergehen zu können.
Ja ich sehe schon ganz schwach dahinten das Licht und die Befreiung, es ist zum Greifen nahe 
Und das Wichtigste... ich bleib mir dabei treu und kann mir im Spiegel in die Augen schauen.

Seid herzlichst gegrüßt
Eure Eulenmama

1 Kommentar:

  1. Da kann ich dir nur zu stimmen *nicken*. Vergeben heißt nicht vergessen, dass ist ein ganz wichtiger Aspekt für mich. Danke das du mir das nochmal bewusst gemacht hast! Es heißt auch die Situation für sich zu verarbeiten und damit umgehen zu lernen. Oh je, dass wird bei uns ziemlich schwer *lach*. Aber wir haben ja professionelle Hilfe bei unserer Vergebungsarbeit ;) Hass, gebiert nur Hass. Gleich es mit gleichem zu bekämpfen, ist total überholt meiner Meinung nach, dass gehört in die Steinzeit. Ich finde es auch leichter dem Anderen zu vergeben als mir selbst, ja ich vergesse bei der Vergebung manchmal sogar mir selbst zu vergeben und wundere mich dann warum es nicht klappt *lach*. Sich selbst zu vergeben ist für mich eine schwere Lebensaufgabe - leider *seufz*. Ich drücke dir die Daumen und zuversichtlich das Du das schaffst.
    Liebe Grüße und Blessed Be Anshara

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